Hallstattzeit

Lebendige Geschichte in Großklein

Die Dauerausstellung "Erde - Feuer - Eisen wenn Gräber erzählen..." im Hallstattzeitlichen Museum vermittelt einen geschichtlichen Überblick über die Region um Großklein und präsentiert Funde und Befunde der Region aus etwa fünfeinhalb Jahrtausenden. 


Das Regionalmuseum für Archäologie der Südsteiermark war früher ein Stall und wurde 1990 als Museum eröffnet. Mit dem von 1999 bis Anfang 2003 errichteten Zubau verfügt es nun über 4 Ausstellungsräume. Im ausgebauten Dachgeschoss ist auch ein liebevoll gestalteter Kinderraum untergebracht, der Eltern einen ungestörten Museumsbesuch ermöglicht. Die Ausstellung umfasst einen Zeitraum von der Jungsteinzeit bis in das späte Mittelalter, der Schwerpunkt liegt in der Hallstattzeit (Ältere Eisenzeit, ca. 800 - 450 v. Chr.). Funde und Befunde aus dem erst 1994 entdeckten und 1995 modern ausgegrabenen Gräberfeld Masser-Kreuzbauer am Burgstallkogel bilden die Kernstücke der Ausstellung. Mit dem hallstattzeitlichen Gehöft am Burgstallkogel verfügt das Hallstattzeitliche Museum Großklein auch über eine Außenstelle am Archäologischen Themenwanderweg.

Museum Großklein | © Marktgemeinde Großklein | Rüdiger Hofmann

Sonderausstellungen

Spannende Themen aus der Hallstattzeit mit viel Liebe zum Detail und Fachwissen aufbereitet

 "Kult auf Rädern"  - hier werden Bronzerepliken von Kultwagen aus der Hallstatt- und Bronzezeit des bekannten Judenburger Künstlers Gert Albrecht präsentiert. Zudem ist ein Original-Wagenbrandgrab eines frühkeltischen Kriegers ausgestellt, das vom Museum in Deutschlandsberg zur Verfügung gestellt wurde.

"Vom Faustkeil zur Eisenaxt. 200.000 Jahre Werkzeuggeschichte"  - widmet sich der Entwicklung der Werkzeugtechnologie von der Altsteinzeit bis in die Eisenzeit.

"Götterkult und Göttinnenkraft - Gottheiten und ihre Symbole" - Sonderausstellung 2018

Hallstattzeitliches Gehöft

Authentisch rekonstruiert befindet es sich am Burgstallkogel bei Kleinklein.

2003 und 2004 führten das Hallstattzeitliche Museum Großklein und die Marktgemeinde Großklein in Zusammenarbeit mit dem Vienna Institute for Archaeological Science (VIAS) experimentalarchäologische Hausrekonstruktionen durch. Sie erfolgten nach archäologischen Befunden vom Burgstallkogel selbst sowie von anderen eisenzeitlichen Fundstellen im südostalpinen Raum.

Ein vollkommen eingerichtetes Wohnhaus mit Schindeldach, eine Webhütte nebst Webstuhl, ein Pfostenspeicherbau, der als Kornkammer diente und eine Brotbackhütte mit Rindendach laden zu einer Reise in die Zeit vor 2800 Jahren ein. Beim Bau kamen nur Techniken und Materialien zur Anwendung, die in der betreffenden Zeitstufe zur Verfügung standen. Alle letztlich an den Gebäuden, Gegenständen und Gerätschaften sichtbaren Bearbeitungsspuren stammen von Werkzeugen, die von den Menschen der Hallstattzeit auch erwiesenermaßen verwendet wurden. Die Experimentalarchäologen arbeiteten mit nachgestalteten Lappenbeilen, Dechseln, Ziehmessern, Löffelbohrern, Stemmbeiteln und einfachen Sägen aus Roheisen.

Das authentisch rekonstruierte hallstattzeitliche Gehöft, eine Außenstelle des Hallstattzeitlichen Museums Großklein, befindet sich am Rande des archäologischen Themenwanderweges am Burgstallkogel bei Kleinklein.

Gehöft am Burgstallkogel

So wie früher...

Machen Sie eine Reise in die Vergangenheit!
Das authentisch rekonstruierte hallstattzeitliche Gehöft, eine Außenstelle des Hallstattzeitlichen Museums Großklein, befindet sich am Rande des archäologischen Themenwanderweges am Burgstallkogel bei Kleinklein. Die Besichtigung des Geländes ist ganzjährig möglich. Wohnhaus und Webhaus sind allerdings abgesperrt und können im Rahmen einer Führung betreten werden.

Sulmtal-Nekropole

In der Sulmtal-Nekropole (altgr. Totenstadt) werden insgesamt vier Grabhügel als Fürstengräber bezeichnet.

Die mit der prähistorischen Siedlung am Burgstallkogel zeitgleiche Sulmtal-Nekropole (Nekropole = altgriechisch "Totenstadt"), umfasste einstmals wohl an die 2000 Grabhügel (lateinisch "tumuli"). Die heute noch mehr als 700 erhaltenen Tumuli am Burgstallkogel stellen das größte hallstattzeitliche Hügelgräberfeld des Ostalpenraums dar. In ihrem Ursprung reicht die Nekropole noch in die späte Urnenfelderzeit zurück. In der Sulmtal-Nekropole werden insgesamt vier Grabhügel als Fürstengräber bezeichnet. Sie unterscheiden sich von den übrigen durch ihre stattliche Größe, ihre exponierte Lage und ihr reiches Grabinventar. Auf dieser Anhöhe befand sich vom 8. bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr. eine 15 bis 20 Hektar große Siedlung, deren Bewohner Ackerbau betrieben, als Handwerker tätig waren und - wesentlich für die Standortfindung - intensive Handelsbeziehungen mit Italien pflegten. Der Handelsweg über den Radlpass nach Süden brachte im zuvor abgeschiedenen Sulmtal Reichtümer hervor, die sich besonders in der Ausstattung einzelner Grabhügel zeigen. Diese Grabhügel wurden in der Regel direkt über dem Platz, an dem der Tote verbrannt worden war, errichtet und mit Beigaben ausgestattet. Fürstlichen Prunk zeigen vor allem vier reich ausgestattete Gräber, die deshalb als die Fürstengräber von Kleinklein bezeichnet werden.

SULMTAL-NEKROPOLE

In der Sulmtal-Nekropole (altgr. Totenstadt) werden insgesamt vier Grabhügel als Fürstengräber bezeichnet.
Diese Grabhügel wurden in der Regel direkt über dem Platz, an dem der Tote verbrannt worden war, errichtet und mit Beigaben ausgestattet. Fürstlichen Prunk zeigen vor allem vier reich ausgestattete Gräber, die deshalb als die Fürstengräber von Kleinklein bezeichnet werden.